Naturschutz

Standort für die Logistik einzigartig

Das Hafenbecken 3 ist auf einem Trockenwiesen- und -weidenareal («TWW») vorgesehen, auf welchem seltene Tier- und Pflanzenarten vorkommen. Der Schutz der Natur aber auch die Logistik haben eine nationale Bedeutung. Doch ein trimodales Terminal kann auf keinem anderen Standort in der Schweiz realisiert werden. An diesem Standort entscheidet sich, wie viele Güter in Zukunft per LKW transportiert werden

Wertvoll für die Natur

Da das Gebiet den Wanderkorridor zwischen Oberrheinebene und der Schweiz unterstützt, erlangte es eine nationale Bedeutung unter den trockenwarmen Lebensräumen. Es stellt auch einen grossen Lebensraum für teils gefährdete Tier- und Pflanzenarten dar.

Bis Anfang der 90er Jahre war das Gelände ein Rangierbahnhof. Gerade deshalb entstand der grosse Wert für die Natur. Aufgrund des Bahnbetriebs war das Gelände mit viel Schotter aufgefüllt worden und wurde von Schatten spendender Vegetation freigehalten. Seit der Bahnbetrieb eingestellt ist muss aufwändig eine Verholzung und Überwucherung mit invasiven Pflanzen verhindert werden, was den Wert des TWW-Lebensraumes reduzieren würde.

 

 

Rücksicht auf die Natur

Beim Bau des Gateway mit Hafenbecken 3 wird wo immer möglich der Eingriff in das Areal minimiert. Von der Gesamtfläche des TWW-Areals (20 Hektaren) verbleiben am Ende zwei Drittel in der Bahnnutzung (Schiene, Schotter, Kies/Split). In den Gleisflächen und Nebenflächen des Gateway wird Vegetation gefördert. Dabei bleibt ein 60m breiter, durchgehender Wanderkorridor entlang der Schienenstränge erhalten, der die Vernetzung erhalten soll. Ein zweiter Wanderkorridor im Westen des Areals – über bereits eingerichtete Tabuflächen – ermöglicht es solchen Arten, welche Strukturen benötigen, das Gelände zu überqueren (z.B. die Schlingnatter).

Zusätzliche Massnahmen

Neu geschaffene und aufgewertete Lebensräume ausserhalb des TWW-Areals dienen dazu, die aufgrund des Terminal-Projektes reduzierten Naturwerte auszugleichen. Das Bundesamt für Umwelt prüft anhand eines Punktesystems, ob dieser Ausgleich adäquat ist. Die Träger des Gateway Basel Nord und die Schweizerischen Rheinhäfen nehmen die Verantwortung ernst und haben ein Konzept vorgelegt, mit dem dieser Ausgleich nach ihrer Einschätzung sogar übererfüllt werden kann.

Die zusätzlichen Massnahmen werden bei den Langen Erlen, im Rangierbahnhof Muttenz, auf weiteren Bahnnebenflächen und der Hafenbahn Birsfelden sowie im Gebiet Hard Pratteln realisiert. Bei den Langen Erlen wird Ackerland in artenreiche Trockenwiesen und Hecken aufgewertet. Im Rangierbahnhof Muttenz stellen die SBB grosse und vernetzte Bahnflächen zur Verfügung, die umgestaltet und optimiert gepflegt werden.

 

Sowohl der Terminal-Standort als auch die zusätzlichen Massnahmenstandorte sind über Bahngeleise und Uferböschungen (Rhein, Birs) miteinander vernetzt. Diese Vernetzungen sind gemäss Biotopverbundkonzept des Kantons Basel-Stadts intakt, sodass der Wanderkorridor zwischen Oberrheinebene und der Schweiz mit dem Massnahmenpaket von Gateway Basel Nord gestärkt werden kann.

Evaluation durch das BAFU

Gateway Basel Nord und die Schweizerischen Rheinhäfen stellen für den Naturausgleich Flächen zur Verfügung, die insgesamt 4x so gross sind wie das zukünftige Terminalareal selbst. Dies ist auch notwendig, um den wertvollen Lebensraum in Basel Nord adäquat auszugleichen. Das Bundesamt für Umwelt wird im Zuge des Plangenehmigungsverfahrens prüfen, ob auch aus ihrer Sicht die gesetzlichen Anforderungen eingehalten werden. Nur unter dieser Voraussetzung kann das Gateway gebaut werden, und nur dann kommt auch das Hafenbecken.

Kontakt

 

JA zum Hafenbecken 3 

c/o Handelskammer beider Basel

St. Jakobs-Strasse 25

4010 Basel

kontakt@ja-zum-hafen.ch

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