«Es ist unverzichtbar, will man einen trimodalen Umschlagterminal haben

Der Baselbieter alt Ständerat Claude Janiak wird für seinen Einsatz für die Region ausgezeichnet. Altersmilde ist der 71-Jährige aber noch lange nicht. Vor allem die Rheinhäfen bleiben für ihn «die grosse Liebe».


Passender könnte der Ort nicht gewählt sein, an dem Claude Janiak einen Preis erhält. Der alt SP-Ständerat aus Binningen wird morgen Dienstagabend am Dreiländereck geehrt. Die Vereinigung für eine starke Region Basel/Nordwestschweiz verleiht ihm den Anerkennungspreis 2020 für seinen Einsatz für die ganze Region. Die Rheinhäfen und die trinationale S-Bahn sind seine Stammthemen. Im Gespräch mit der bz wird klar, wie sehr sie ihm am Herzen liegen.


Auch die «Starke Region» hebt diese zwei Themen hervor. Zu Recht?

Wenn es um Themen geht, bei denen ich die Region vertreten habe, so ist meine grosse Liebe eindeutig die Schifffahrtspolitik. Das ist ganz klar. Es war von Anfang an mein Hauptthema, als ich 1999 in den Nationalrat und dann 2007 in den Ständerat kam. Ich versuchte, in Bern zu erreichen, dass die Schifffahrt als gleichwertiger Verkehrsträger zu Strasse, Schiene und Luft anerkannt wird.


Wie schwierig war das Unterfangen?

Das war viel Arbeit. Ich prügelte jede Kommission, in der ich Einsitz hatte, mindestens einmal nach Basel zu den Rheinhäfen, damit sie sehen, wie wichtig diese für den Güterverkehr der Schweiz sind. Die wenigsten von ennet dem Jura wussten, was hier abgeht. Zusammen mit Rheinhäfen-Direktor Hans-Peter Hadorn kämpfte ich jahrelang dafür: immer zwei Schritte vorwärts und einen zurück. Der grosse Durchbruch kam mit der Revision des Gütertransportgesetzes 2015. Seitdem ist die Schifffahrt praktisch gleichberechtigt.


Konnten Sie Ihr Herzensprojekt also fertig aufgleisen, bevor Sie vor einem Jahr aus dem Ständerat ausschieden?

Ja, es ist alles bereit. Natürlich gibt es Ende November noch die Basler Abstimmung zum Hafenbecken 3, doch da bin ich zuversichtlich. Schliesslich ist es unverzichtbar, will man einen trimodalen Umschlagterminal haben, an dem Strasse, Schiene und Wasserweg zusammenkommen.


Sind Sie zufrieden, was Sie in den vergangenen 20 Jahren für die Region erreicht haben?

Wir stehen garantiert an einem anderen Punkt als damals. Gerade das Thema Schifffahrt dient als gutes Beispiel, was es zum Erfolg braucht: Bei der entscheidenden Abstimmung im Nationalrat stimmten alle Vertreter aus der Region für die Gesetzesrevision. Nur so kann man in Bundesbern etwas erreichen


Kann man sagen, ohne Janiak kein Herzstück und kein Hafenbecken 3? So vermessen bin ich nicht. Ich habe sicher beigetragen, etwa weil ich im richtigen Moment das Präsidium der Verkehrskommission innehatte. Da konnte ich etwas pushen. Aber alleine erreicht man nie was. In der Politik kann man nur eine Initialzündung geben und dann hartnäckig am Ball bleiben. Das ist das Wichtigste. Bei der S-Bahn mussten wir das Bundesamt für Verkehr ins Boot holen. Die SBB dagegen blieben lange eine schwierige Partnerin. So gibt es eben die erwähnten Rückschritte. Meine Nachfolgerin Maya Graf muss einfach den Druck aufrechterhalten, damit nicht plötzlich jemand auf die Bremse steht.


Wie bleiben Sie persönlich am Ball? Wenn man nicht mehr in Bundesbern ist, muss man begreifen, dass diese Arbeit nun vorbei ist. Ich gehöre zu jenen, die nicht ewig weiter dreinreden. Nur etwas werde ich sicher weiter tun: Mich zur Abstimmung zum Hafenbecken 3 äussern. Schliesslich ist es ja meine grosse Liebe. (lacht)


Dies ist ein Ausschnitt eines Interviews in der bz.


Zum ganzen Interview in der bz

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JA zum Hafenbecken 3 

c/o Handelskammer beider Basel

St. Jakobs-Strasse 25

4010 Basel

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